FSV Nienburg - Handwerk Magdeburg 1 : 2
Bitter, bitter für den FSV Nienburg: Erneut zeigten die Landesliga-Fußballer von Torsten Brinkmann eine couragierte Leistung . Wieder reichte es nicht zum Sieg. Diesmal unterlag der FSV im heimischen Stadion der SG Handwerk Magdeburg mit 1 : 2. Sebastian Burchardt hatte sogar die drei Punkte auf dem Fuß, scheiterte aber an Keeper Andreas Becker. Auf der Gegenseite traf anschließend Simon Weiß vom Elfmeterpunkt zum Siegtreffer.
Entsprechend fiel das Fazit von einem äußerst enttäuschenden Brinkmann aus.” Wenn man unten steht, werden solche Fehler gnadenlos bestraft”, sagte der Trainer, der das vermeintliche Foul von Libero Stephan Pohl so nicht gepfiffen hätte.
Ähnliches gab auch Handwerk-Trainer Tobias Ellrot zu Protokoll. Angesichts des Spielverlaufs wäre ein Remis gerecht gewesen. Vielleicht wäre auch ein Sieg der Nienburger nicht unverdient gewesen. Denn sie haben uns den Schneid abgekauft, waren aggressiver und spielerisch besser, hatte Ellrot beobachtet. Allerdings hatte er von seinem Team auch keine glanzvolle Leistung erwartet, da wir zehn Verletzte haben, berichtet er. Umso wichtiger seien diese drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Diese hätten nun auch die Nienburger gebraucht, die mit dieser Niederlage weiter im Tabellenkeller bleiben. Seit Wochen bin ich mit der Leistung zufrieden, nur belohnen sich die Jungs nicht, sagte Brinkmann.
In der Tat verpasste es der FSV, nach dem 1 : 0 durch Sebastian Trensinger (34.) das zweite Tor nachzulegen. Chancen dazu hatten Alexander Weilbeer(8., 16. ) und auch Jan Thiele, der in die Rolle des Regisseurs weiter hineingewachsen ist. Zweimal hätte es nach einem ruhenden Ball klingen können, doch Thiele traf nur den Pfosten (29.) und Handwerks Keeper (52.). Die Möglichkeiten waren dabei die Konsequenz der Disziplin.
Beim frühen Pressin rückten die Nienburger nämlich geschlossen raus, provozierten so viele Magdeburger Ballverluste. Auch bei den zweiten Bällen waren vor allem Burchardt und Sven Goldhorn auf den Außen einen Schritt schneller. Der offensive Drang war zwischenzeitlich so groß, dass Thomas Wittchen den Abschluß suchte (48., 52. ). Der Abwehrrecke meldete bis zu seinem Platzverweis (Tätlichkeit, 75. ) Magdeburgs erfolgreichsten Stürmer Denny Piele so gut wie ab. Umso schlimmer ist sein Fehlen nun in der kommenden Woche. Erst als den FSV die Disziplin Ende der zweiten Halbzeit verließ, kamen die Magdeburger besser in die Partie, was wohl insbesondere an der Einwechslung von Simon Weiß lag. Sein Tor zum 1 : 1 ( 74.) aus gut 25 Metern war für FSV Keeper Christian Zellmer nicht zu halten. Dafür zeichnete er sich bei den Versuchen von Manuel Kaschlau und Sebastian Chlasta aus.Beim Elmeter in der Nachspielzeit hatte er sich einfach für die falsche Ecke entschieden. Weiß zeigte absolut keine Nerven und verpasste denFSV den zumindest vorläufigen Todesstoß.
Aufstellung Nienburg: Zellmer - Burchardt, Wittchen ( 75. RK ), Rühlicke, Trensinger (70. Müller ), Goldhorn ( 90. Gorzinsky ), Schulze ( GR ), Weilbeer, Beck, Thiele, Pohl

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