Entwicklung des Nienburger Fußballs
Die Entwicklung des Nienburger Fußballgeschehens vollzog sich nach dem 1.Weltkrieg. Zurückkehrende Kriegsgefangene aus England brachten den ,, König Fußball “ auch mit nach Nienburg.Im Arbeiter - Turnverein ,,Jahn “ entwickelte sich die erste Fußballmannschaft und brachte zusätzliches Leben in das Nienburger Sportgeschehen.Viele Sportler interessierten sich für diesen Rasensport.So kam es,daß sich im Jahre 1922 die Fußballer vom Turnverein ,,Jahn “ trennten und einen eigenen Verein , den FC  ,, Falke “ 1922 in der Gaststätte zum ,, Weißen Schwan “ gründeten.Der damalige Schützenplatz an der Saale ( heutiger Durchstich ) war ihre Spielstätte mit zwei Spielfeldern. Bereits nach einem Jahr stieg man in die Bezirksklasse auf. Es fanden auch viele Sportfeste und Turniere vor einer großen Zuschauerzahl statt. Vereinsvorsitzende im Laufe der Zeit waren die Herren Lorenz;Karl Weschke;Otto Grunig und Otto Linschen.Im Laufe der Zeit entstanden 3 Herrenmannschaften, Schüler und Jugendmannschaften. Am 14.Juni 1923 wurde in Nienburg ein zweiter Fußballklaub gegründet,der FC 1923.Dies war ein bürgerlicher Verein, der aus dem Männerturnverein 1886 hervorging.Gegründet wurde er vom Sportfreund ,, Lohse “ . Auch dieser Verein nahm eine gute Entwicklung. Er hatte seine Heimstätte auf der Feuerwehrwiese. Später spielte er auf dem Sportplatz an der Saale, den man sich mit dem FC ,, Falke “ 1922 teilte. Ein Höhepunkt in der Geschichte der Falken lag im Jahre 1926, wo sie eine Auswahlmannschaft der Stadt Wien zu Gast hatten. Die Wiener gewannen dieses Spiel mit 6 : 2 Toren. In dieser Zeit stiegenauch die Mitgliederzahlen stark an. Die besten Spieler, die sich einen Namen gemacht hatten,dürften wohl die Sportfreunde : Paul Friedrich,Hermann Schöbe,Herman Donath,Otto Grunig,Franz Krähe I ; und II ,Friedrich Schulze,sowie Otto und Hermann Held gewesen sein.Der beste Torwart,der je zwischen den Pfosten des FC Falke gestanden hat, war Otto Becker. Die Nienburger Spieler kamen aus den verschiedensten Berufsgruppen.Sie waren u.a.Dachdecker,Schiffbauer,Schlosser,Eisenbahner,Maurer und Steinmetzer. Wenn man bedenkt,daß diese Sportler zu ihren Spielen auswärts mit dem Fahrrad z.B.nach Köthen und Aschersleben fuhren, so kann man sagen, daß sie für ihren Sport alles gegeben haben.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Arbeitervereine verboten.Durch den Sportfreund Otto Blockwitz wurde nach 1933 eine Sparte Fußball gegründet,die dem Männerturnverein 1886 angegliedert wurde. Sie spielten in der II.Kreisklasse. Sie spielten auf dem Sportplatz an der Calbeschen Straße. Dieser Platz wurde 1931 eingeweiht und gehörte dem Männerturnverein 1886. Diese Fußballsparte bestand bis zum Jahre 1945 .Es wurden in den ersten Kriegsjahren auch noch einige Spiele ausgetragen.Aber durch Einberufungen von Spielern in den Heeresdienst, ließen sie mit der Zeit doch erheblich nach. Aus dem 2.Weltkrieg kehrten auch viele Nienburger Spieler nicht wieder zurück. Der Neubeginn 1946 Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges begannen sich auch in Nienburg wieder fußballerische Aktivitäten zu regen. Es waren einige Spieler aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt,so daß bald wieder eine Fußballelf aufgestellt werden konnte. Am 24.März 1946,nach über 5 Jahren,fand in Nienburg wieder ein Fußballspiel statt. Im Nienburger Sportpark standen sich Nienburg I und Großpaschleben I gegenüber. Nienburg gewann dieses Spiel mit 9 : 2 Toren. Ein halbes Jahr später unterlag man Bernburg - West ( ehemals Wacker ) mit 1 : 3 Toren. Nienburg spielte zu dieser Zeit mit: Andree , Schrader , Abendroth , W.Lorenz , Lux , Bannert , W.Pechmann , K.Reimann , Abraham , Held und Burau. Dies war auch der Stamm der Mannschaft,die 1946 /47 in der Kreisklasse spielte und am Ende den 7.Platz belegte.Dies war der letzte Platz. Auch einige Routiniers des ehemaligen MTV Nienburg stellten sich nach und nach wieder zur Verfügung .Inzwischen konnte man sogar eine 2.Mannschaft spielen lassen. Es spielten hier: Burau , G.Pulz , Zander , Blockwitz , Schulze , A.Bischoff , H.Thiele , Lorenz , Korn , Menzel , Rose . Im Jahre 1949 erfolgte der Aufstieg in die Bezirksklasse.Aber nur durch den Umstand,daß die Bezirksklasse auf 13 Mannschaften aufstockt wurde.Als Meisterschaftszweiter der Kreisklasse erfolgte daraufhin die Einstufung in die Bezirksklasse. Es folgten 11Jahre Bezirksklasse,ehe 1960 wieder der Abstieg in die Kreisklasse erfolgte. Erst 1971 gelang erneut der Aufstieg in die Bezirksklasse. Im Jahre 1951 wurden die Reservemannschaften eingeführt.Sie bestritten die Vorspiele zur 1.Mannschaft. Ebenso gab es ab 1951 eine 3.Mannschaft u.a. mit Elze , Recklebe , Machura , Backhaus , Weidig. Im Jahre 1972 gab es einen Höhepunkt des bisherigen Bestehens, als der Aufstieg in die Bezirksliga Halle gelang.Spieler wie : Volk, Gebrüder Rothmann , Pfeiffer , Luckau , Pohl , Fischer , Gebrüder Schmidt ( die Kollinge ) , waren Erfolgsgaranten dieser Jahre.Nach zwei Jahren erfolgte 1974wieder der Abstieg in die Bezirksklasse. Im Jahre 1950 wurde der Sportpark Calbesche Straße vergrößert.Hier spielte man bis 1982. In den Jahren 1977 bis 1982 erfolgte der Neubau des Sportparkes im ehemaligen Steinbruch. Er wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Sportler fertiggestellt. Großen Anteil an diesem Sportplatzbau,der vom damaligen Zementwerk Bernburg / Nienburg gefördert wurde,hatte der damalige Sektionsleiter Klaus Wagner sowie der BSG - Leiter Heinrich Volk. Die Entwicklung des Nienburger Fußballnachwuchses ist eng mit dem Namen ,, Herbert Thiele “ verbunden.Ihm ist es zu verdanken,daß eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit begann und bis zum heutigen Tag fortgesetzt wurde.Engagierte Übungsleiter und Betreuer waren und sind Garanten dafür ,daß Nienburg leistungsstarke Nachwuchsabteilung entwickeln konnte. Auf Kreis - und Bezirks -bzw. Landesebene holten sich viele talentierte Kinder und Jugendliche das Restzeug für ihre sportliche Entwicklung. Dies war u.a. der Grundstein,daß Nienburgs 1.Mannschaft 1997 der Aufstieg zur Landesliga gelang. Aber 2007 stieg man dann in die Landesklasse ab und 2009 schaffte es die Mannschaft wieder in die Landesliga aufzusteigen. Nachdem 2014 wieder einige Spieler wie Tobias Donath, Toni Adam, Marcel Schulze, Dennis Neumeister und Marcus Hechler nach Nienburg kamen, stieg unsere 1.Mannschaft wieder in die Landesklasse auf. Im Jahre 1991 gelang der zweiten Mannschaft der Aufstieg zur Kreisliga Bernburg, der höhsten Spielklasse des Landkreises.Hier zählt Nienburgs Zweite bisher zu den Spitzenteams. Der größte Erfolg gelang ihr im Jahre 2002,als man Kreispokalsieger und Super - Cup Sieger wurde. Aber auch Rückschläge mußten verkraftet werden. So u.a. im Nachwuchsbereich wo ein nachlassen der Spielstärke , Abstiege aus den Landesligen zur Folge hatte. Zur Zeit haben wir eine A - Jugend, B - Jugend, E - Jugend, F - Jugend und eine G - Jugend. In der Kreisliga - Salzland bilden wir eine Spielgemeinschaft mit Gerbitz und Altenburg. Breitensport/Volkssport: Alte Herren - Nienburg ( Es werden aber keine Spiele mehr ausgetragen ) Spielklassenzugehörigkeit der 1.Mannschaft ab 1946 Kreisklasse 1946 - 1949 1960 - 1971 1982 - 1989 Bezirksklasse/Landesklasse 1949 - 1960 1971 - 1972 1974 - 1982 1989 - 1997 Bezirksliga/Landesliga 1972 - 1974 Landesliga 1997- 2007 Landesklasse 2007 - 2009 Landesliga 2009 - 2010 Landesklasse 2010 - 2011 Salzlandliga 2011 - 2012 Salzlandliga 2012 - 2015 Landesklasse 2015 - Folgende Sportfreunde leiteten die Sektion / Abteilung Fußball ab 1946 Karl Bessler bis 1949 Otto Blockwitz 1949 - 1961 Kurt Skupin 1961 - 1963 Kurt Kämmer 1963 - 1966 Otto Blockwitz 1966 - 1972 Kurt Machura 1972 - 1974 Manfred Rothe 1974 - 1977 Klaus Wagner 1977 - 1985 Achim Eschert 1985 - 1986 Erwin Matthes 1986 - 2002 Ralf Müller ab 2002 Erwin Matthes 2002-02.2007 Mario Thiele 2007 - 2013 Mario Thiele 2013 -
FC Falke 1922 FC Nienburg 1923 Blau Weiß Nienburg Chemie Nienburg BSG Aufbau Nienburg FSV Nienburg 1990 1.FSV Nienburg
1.FSV Nienburg Am Steinbruch 06429 Nienburg/Saale fsvnienburg-fussball@t-online.de www.nienburgerfussball.de
1.Fussball Sport Verein Nienburg e.V.
Vereinshymne 1.FSV Nienburg
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